Tannine verstehen
Sie sorgen für das pelzige Gefühl am Gaumen und für jahrzehntelange Haltbarkeit: Tannine sind das Rückgrat grosser Rotweine.
Was sind Tannine?
Tannine sind natürliche Gerbstoffe aus Beerenschalen, Kernen und Stielen der Traube – und aus dem Holzfass. Sie schmecken nicht süss oder sauer, sondern fühlen sich adstringierend an: Der Mund wird leicht trocken und pelzig, ähnlich wie bei starkem schwarzem Tee.
Warum Tannine wichtig sind
Tannine geben dem Wein Struktur und sind ein natürliches Konservierungsmittel: Sie lassen Rotweine jahrzehntelang reifen. Mit der Zeit verbinden sich die Tannine und werden weicher und runder – ein junger, herber Wein wird so zum samtigen Klassiker.
Tannin im Glas erleben
- Del Conte Barolo – mächtiges Nebbiolo-Tannin – das Lehrbeispiel.
- Château La Bonnelle Saint-Émilion – edles Bordeaux-Tannin – fest, aber fein.
- Los Osos Merlot – weiches, sanftes Tannin – der milde Gegenpol.
Tannine zähmen
Junge, tanninreiche Weine wirken am Anfang oft herb. Mit etwas Luft in der Karaffe werden sie zugänglicher. Auch das richtige Essen hilft: Fett und Eiweiss aus Fleisch oder Hartkäse mildern die Adstringenz und bringen die Frucht hervor.
Viel oder wenig Tannin?
Ob Sie kräftige oder sanfte Tannine bevorzugen, ist Geschmackssache. Nebbiolo, Cabernet Sauvignon und Sangiovese sind tanninbetont; Merlot, Pinot Noir und Primitivo zeigen sich weicher. Probieren Sie sich durch – so finden Sie Ihren Stil.
Entdecken Sie unsere Auswahl an Rotweinen und finden Sie Ihren Tannin-Typ. Versandkostenfrei ab CHF 99 in die ganze Schweiz und nach Liechtenstein.